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e-Vergabe für öffentliche Bauten

 Vorreiterrolle im eGovernment für Kreise Olpe und Siegen-Wittgenstein

Über 100 Interessierte kamen zur Infoveranstaltung im Januar im Ratssaal der Stadt Olpe, um die e-Vergabe auf der iTWO-Plattform in den Kreisen Olpe und Siegen-Wittgenstein kennenzulernen.

Über 100 Interessierte kamen zur Infoveranstaltung im Januar im Ratssaal der Stadt Olpe, um die e-Vergabe auf der iTWO-Plattform in den Kreisen Olpe und Siegen-Wittgenstein kennenzulernen.
(Foto: Kreisstadt Olpe)

Der Kreis Olpe, Sauerland, und der im Südosten Nordrhein-Westfalen gelegene Kreis-Siegen-Wittgenstein kooperieren bei der elektronischen Vergabe. Auf Basis einer im November 2015 finalisierten, öffentlich-rechtlichen Vereinbarung nehmen fortan alle Kommunen aus diesen beiden Kreisen durchgängig und integriert an den elektronischen Vergabeverfahren teil. Die Wahl für die Plattform fiel auf „iTWO e-Vergabe public“ von der RIB Software AG (www.rib.de), die sich sowohl bei der Stadt Olpe als auch im Kreis Siegen-Wittgenstein seit zwischenzeitlich fünf Jahren bewährt hat.

Beide Kreise sind der Überzeugung, mit dieser interkommunalen Zusammenarbeit gut für die Neuerungen vorbereitet zu sein, die die EU-Vergaberichtlinie 2016 und 2018 mit sich bringt. So wird die elektronische Vergabe bei EU-weiten Verfahren ab April 2016 mit nur wenigen Ausnahmefällen zur Pflicht. Von diesem Termin an sind sowohl Bekanntmachungen in elektronischer Form an das Amt für Veröffentlichungen der EU verpflichtend als auch Vergabeunterlagen elektronisch zur Verfügung zu stellen.

Erste Vorteile durch die Zusammenarbeit auf der iTWO-Vergabeplattform sind für beide Landkreise schon jetzt ersichtlich: Aufgrund der weitaus größeren Einheit, die die Verfahren fortan gemeinsam abwickeln, ist ein wirtschaftlicheres Arbeiten möglich. Es finden sich leichter Vertretungen bei Urlaub oder Krankheit und das Regelwerk für alle teilnehmenden Bieterfirmen ist durchweg einheitlich. Da die Resonanzen der Bieter allesamt sehr gut sind, erhoffen sich die Kreise in den Folgejahren eine gesteigerte Quote der digitalen Angebotsabgabe. Schon zum jetzigen Zeitpunkt vermelden die Partner eine sehr gute Quote von rund 30 %.

 „Mit der interkommunalen Zusammenarbeit im Bereich digitale Vergabe haben wir eines der größten Kooperationsprojekte auf Landesebene realisiert“, erklärt Klaus Brenner, Leiter Kommunalaufsicht und Zentrale Vergabestelle im Kreis Siegen-Wittgenstein. Georg Schnüttgen, Leiter des Hauptamts im Kreis Olpe, fügt hinzu: „Wir übernehmen mit diesem Projekt nicht nur innerhalb Nordrhein-Westfalens sondern auch bundesweit eine Vorbildfunktion im Bereich des eGovernment.“

 Bei der Stadt Olpe ist die Vergabeplattform von RIB 2009 aus vier Anwendungen als Sieger hervorgegangen. Die eGovernment-Lösung überzeugte vor allem durch den Aspekt der Rechtssicherheit. Da auch der Kreis Siegen-Wittgenstein seit dem Jahr 2008 auf der RIB-Plattform arbeitet, fiel schließlich die Entscheidung für eine übergreifende Zusammenarbeit. Der Grund: Mehr Effizienz und erhöhte Wirtschaftlichkeit. Dabei entschieden die Kreise außerdem, alle Kommunen des Kreises Olpe mit aufzunehmen. Für das Jahr 2016 erwarten die Partner, gemeinsam rund 250 Verfahren auf der Plattform „iTWO e-Vergabe public“ abzuwickeln.

 

 

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