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e-Vergabe mit Vergabeplattform Berlin

Digitale Bieter bevorzugt

Wohnhaus Berlin-Pankow, kürzlich instandgesetzt und modernisiert durch die Gesobau AG

Wohnhaus Berlin-Pankow, kürzlich instandgesetzt und modernisiert durch die Gesobau AG

Rund 150 digitale Vergabeverfahren wickelt die Berliner Wohnungsbaugesellschaft Gesobau AG jedes Jahr zwischenzeitlich über die e-Vergabeplattform der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung von RIB (www.rib-software.com) ab. Seit dem Start im Jahr 2010 sind es bereits mehr als 560. Die Quote der Downloads der Vergabeunterlagen durch Bieterfirmen liegt bei nahezu 100 %. Rund 40 bis 50 % der Unternehmen geben außerdem ihre Angebote digital auf der Plattform ab – Tendenz weiter steigend. Mittelfristig will die Gesobau AG diesen Wert noch weiter steigern. So sollen beispielweise ab Herbst 2015 bei EU-weiten Verfahren im VOB-Bereich lediglich digital abgegebene Bieterangebote berücksichtigt werden. Ziel für die Zukunft ist ein durchgängig digitaler Vergabeprozess – schnell, nachhaltig und revisionssicher.

Die Vergabeplattform, die das Land Berlin nutzt, basiert auf der „TWO-Technologie von RIB. Das Stuttgarter Softwareunternehmen offeriert mit iTWO tx (tender exchange) sowie iTWO e-Vergabe public (iTWO ep) e-Vergabe-Lösungen für privatwirtschaftliche und öffentliche Ausschreibungen. Bieterunternehmen greifen auf die Plattformen über den neuen Bieterbereich iTWO tender zu.

Mit dem Schritt zur verpflichtend digitalen Angebotsabgabe bei großen EU-Verfahren zielt die Wohnungsbaugesellschaft darauf ab, einen Anreiz für die Bieter zu schaffen, sich noch intensiver mit der elektronischen Vergabe zu beschäftigen. „Die Resonanzen der Unternehmen sind durchweg positiv“, erklärt Ursula Siedenhans, Leiterin der Abteilung Einkauf, Vertrags- und Qualitätsmanagement bei der Gesobau. „Viele Gewerke, beispielsweise Maler, legen schon jetzt ein sehr fortschrittliches Denken an den Tag und geben ihre Angebote zu rund 95 % digital ab. Bei anderen sind wir gefordert, sie Step by Step an die Vorteile der e-Vergabe heranzuführen. Aus diesem Grund können die Bieter bei allen anderen Verfahren nach VOB (Vergabe- und Vertragsordnung für Bauleistungen) sowie VOL (Vergabe- und Vertragsordnung für Leistungen) auch weiterhin Papierangebote abgeben.“

Die Bieterakzeptanz steigert das Unternehmen etwa durch eine direkte Verlinkung aktueller öffentlicher Ausschreibungen auf der e-Vergabe-Plattform mit der eigenen Firmen-Website. „Die Firmen gelangen über unsere Internetseite so direkt zu den Verfahren“, erklärt Einkaufsmitarbeiterin Erika Hockauf. Weitere Vorteile für die Unternehmen schafft die GesobauU AG durch einFormblatt auf der Plattform. „Mit Hilfe dieses Formblattes fordert die Gesobau die Bieter auf, fehlende Angaben nachzureichen“, ergänzt Erika Hockauf.

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