17. buildingSMART-Anwendertag und International Standards Summit

Treffen der BIM-Community

Der 17. buildingSMART-Anwendertag findet am 29. März 2019 in Düsseldorf statt. In den drei Tagen zuvor trifft sich dort die internationale BIM-Community zum buildingSMART International Standards Summit, ebenfalls im Hilton. Erwartet werden jeweils etwa 500 Teilnehmer. Im Fokus des fachlichen Austausches stehen Beispiele aus der Praxis für den Einsatz von BIM in Planen, Bauen und Betreiben. Insbesondere die weitere Entwicklung offener und herstellerneutraler Standards und Schnittstellen werden in Düsseldorf thematisiert.

Nicht akademisch-theoretische Ausführungen zu Building Information Modeling (BIM), sondern aktuelle und praxisnahe Berichte zu digitalen Methoden und Werkzeugen in Bereichen der Bau- und Immobilienwirtschaft werden beim 17. buildingSMART-Anwendertag (www.buildingsmart2019.de) geboten. In den ca. 35 Vorträgen geht es um aktuelle und praxisrelevante Themen rund um BIM und die Digitalisierung der Bau- und Immobilienwirtschaft. Der buildingSMART International Standard Summit arbeitet vorwiegend an länderübergreifenden, herstellerneutralen und offenen Standards für BIM und weitere digitale Werkzeuge und Methoden für die Bauwirtschaft.

Herstellerübergreifend und im Sinne von Open BIM ist auch die Basis für CAFM-Connect, ein kostenfreier IT-Editor als neutrales und offenes Austauschformat für digitale Datenerfassung, Daten-, Prozess- und Vertragsmanagement. Die Kerndaten einer Immobilie wie Flächen, Anlagen und Dokumente sind hier nach DIN 276, DIN 277 und GEFMA 198 strukturiert hinterlegt. Davon profitieren Eigentümer, Planer, Ausführende, Betreiber, Dienstleister, Berater, Hersteller, Anbieter und Anwender für Gebäudebetrieb und Facility Management gleichermaßen. Zudem stellt CAFM-Connect unter Mitwirkung einer wachsenden Anzahl von Branchenteilnehmern anwender- und prozessspezifischen Teilformaten bereit, die sogenannten BIM-Profile.

Im Ergebnis erwachsen daraus in der Praxis eine ganze Reihe von Vorteilen, die den Einstieg in BIM auch aus Sicht Gebäudebetrieb bereits heute sinnvoll macht. Dazu zählen Wettbewerbsvorteile dank genauer kalkulierter und günstigerer Angebote mittels

Organisations- und Prozessautomatisierungen; Produktivitätssteigerung durch Identifikation bislang unbemerkter Schwachstellen; Wertsteigerung von Objekten durch konsequent digitale Dokumentation; Reduzierung von finanziellen und organisatorischen Aufwendungen für Datenerfassung und -Pflege durch den Wegfall von Medienbrüchen; projektbezogene Vertragssicherheit in der unternehmensübergreifenden Zusammenarbeit durch ein einheitliches Begriffs- und Leistungsverständnis; mehr Sicherheit in der Regelkonformität gegenüber Vorgaben zum Arbeitsschutz und Betreiberpflichten sowie Verringerung von Haftungsrisiken; bessere Ertüchtigung zum Einsatz neuer Arbeitsmethoden und Technologien, wie eben BIM, aber auch Internet of Things und Sensoric etwa für Predictiv Maintenance; und nicht zuletzt eine Steigerung der Attraktivität der anwendenden Unternehmen und Verwaltungen für neue Mitarbeiter und den Nachwuchs, um einige zu nennen.



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