Im Spannungsfeld von Architektur und Mathematik

Internationale Onlinekonferenzvom 26. bis 29. Juli 2021

Um das Spannungsfeld von Architektur und Mathematik geht es auf der internationalen Onlinekonferenz „Nexus 20/21 – Relationships Between Architecture and Mathematics“, die vom 26. bis 29. Juli stattfindet. Organisiert wird sie vom Fachbereich Architektur (fatuk) der Technischen Universität Kaiserslautern zusammen mit der US-amerikanischen Architektin Kim Williams Books und dem Nexus Network Journal. Die Konferenz richtet sich an ein Fachpublikum aus Architektur und Bauwesen. Eine Registrierung ist zudem bis 15. Juli möglich. Das Angebot ist kostenpflichtig.

Von der Grundlagenermittlung über den Entwurf, der Realisierung bis zum Betrieb von Gebäuden und urbanen Strukturen sind heute nahezu alle Prozesse in der Architektur von computergestützten Methoden durchdrungen. Die Mathematik stellt hierfür die Grundlagen und wird Vermittlerin zwischen den Disziplinen im architektonischen Produktions- und Schaffensprozess. Nexus 20/21 liefert neue Erkenntnisse auf die alte Fragestellung nach dem Einfluss des Digitalen, und hier insbesondere nach der Rolle der Mathematik in der Architektur. 

Die Konferenz ist eine Kooperation des fatuk mit Kim Williams Books und dem Nexus Network Journal, ein 1999 von Kim Williams gegründetes peer-reviewed Journal, das sich mit der Anwendung mathematischer Prinzipien in der Architektur beschäftigt. 

Auf der Nexus 20/21 wird u.a. die Frage zu dem Potential des Digital Design Thinking thematisiert, wo die Mathematik einen aktiveren Teil einnimmt und mathematisches Denken insbesondere in der Entwurfsmethodik eine Rolle spielt. So kann, folgt man dem Architekturhistoriker Mario Carpo in seinem Werk „The Second Digital Turn“ (The MIT Press, August 2017), Formfindung durch Simulation und Optimierung die Ableitung aus mathematischen Formeln ersetzen. Die neuen digitalen Werkzeuge sind nun nicht mehr Werkzeuge zum Machen, sondern zum Denken.

Die Konferenz hat einen Schwerpunkt im Bereich der Denkmalpflege, Designtheorie und Formfindung. Darüber hinaus werden baukonstruktive Detailfragen bis hin zum Städtebau sowie der Architekturausbildung Thema sein. An vier Nachmittagen zeigen Forscher in 53 Vorträgen aus 23 Ländern, von Sydney und Tokyo bis Atlanta und Brasilia, in diesem Spannungsfeld die Ergebnisse ihrer Forschungen und stellen sie zur Diskussion.

Die Konferenz findet als reine Online-Veranstaltung mit Live-Vorträgen und Diskussionen statt, ergänzend werden im Vorfeld Videos bereitgestellt sowie nachträglich Aufzeichnungen zur Verfügung gestellt. . 

Bei einer Registrierung zwischen dem 1. und 15. Juli belaufen sich die Tagungsgebühren auf 290 € (Mitglieder wissenschaftlicher Komitees zahlen 230 €, Studenten 145 €). Das detaillierte Programm und weitere Informationen gibt es unter: https://nexus2021.architektur.uni-kl.de/program