Kommentar

Künftige Herausforderungen erfolgreich meistern

Wie sieht die „neue Normalität“ für den Bau und die Wartung von Baustellen nach der Lockerung der Maßnahmen aus? Das Büro wird nicht verschwinden, aber es sieht künftig anders aus, als wir gewohnt sind. Das Schlüsselwort lautet Zusammenarbeit. Kollaboration ist schon seit vielen Jahren ein Schlagwort, aber mit Covid-19 und Arbeit von zu Hause aus verleiht es der Umsetzung der Digitalisierung neue Substanz. Um die neuen Herausforderungen zu meistern, brauchen die Planungs-, Bau- und Instandhaltungsunternehmen Hilfe bei der Navigation durch die Herausforderungen, die unsere Welt nach Covid-19 mit sich bringt. Eine Möglichkeit, wie sie diesen Herausforderungen erfolgreich begegnen können, ist die Weiterentwicklung ihrer digitalen Technologie und die Akzeptanz der neuen und größeren Begeisterung für deren Einführung.

Das Büro wird nicht verschwinden, aber es sieht künftig anders aus als wir gewohnt sind. Das Schlüsselwort lautet Zusammenarbeit.
Foto: Bentley Systems

Das Büro wird nicht verschwinden, aber es sieht künftig anders aus als wir gewohnt sind. Das Schlüsselwort lautet Zusammenarbeit.
Foto: Bentley Systems

Einsatz von Technologie zur sicheren Rückkehr an den Arbeitsplatz

Sowohl die Eigentümer von Anlagen als auch die Projektabwicklungsteams sagen, dass sie Wege brauchen, um die großen Probleme bei der Wiedereröffnung und dem Bau neuer Büros zu überwinden, einschließlich der Einhaltung sozialer Distanzierungsregeln. Es ist möglich, bestehende Technologien zu nutzen, um diese Hauptprobleme zu überwinden, dazu gehören auch Technologien aus dem Portfolio von Bentley.

Ein solches Produkt ist „Legion“, mit dem Nutzer den Fußgängerverkehr in Anlagen wie Bahnhöfen und U-Bahn-Stationen, Stadien, Bürokomplexen, Einkaufszentren und Flughäfen simulieren und analysieren können. Man kann damit Entwürfe und betriebliche oder kommerzielle Pläne genau testen, um die Begehbarkeit, die Wegeführung, die Leitung von Menschenmengen und Sicherheitsstrategien zu verbessern.

Mit den neuen Anforderungen der sozialen Distanzierung hilft es, die Auswirkungen von Änderungen zu testen, z.B. neue Belegungsgrade, Barrieren, Warteschlangen und Betriebsstrategien.

In Bezug auf baustellenbezogene Projekte nutzen mehrere Bauunternehmen „Synchro“ für die Terminplanung und das Aufgabenmanagement, um den Überblick darüber zu behalten, wie die Lieferungen auf der Baustelle ankommen und wer vor Ort anwesend sein muss. Die Anwendungen wurden bereits vor dem Ausbruch von Covid-19 von Kunden wie Thames Tideway für diese Zwecke eingesetzt. Der Thames Tideway Tunnel wird ein 25 Kilometer langer Tunnel, der größtenteils unter dem Gezeitenabschnitt der Themse durch das Zentrum Londons verläuft, um fast das gesamte Rohabwasser und Regenwasser, das derzeit in den Fluss überläuft, aufzufangen, zu speichern und abzuleiten. Es handelt sich um ein sehr großes Projekt, das sich aus einer Reihe von Baustellen zusammensetzt, wie z.B. der Pumpstation Shad Thames, die eine sehr enge Baustelle darstellt. Bei „ContextCapture“ arbeiten die Bauunternehmer mit Realitätsrastern, um zu ermitteln, wo das Projekt liegt und wie das umliegende Gelände beschaffen ist. Durch den Einsatz dieser Anwendungen können die Bauunternehmer all diese Arbeiten aus der Ferne erledigen.

Covid-19 hat die Art und Weise verändert, wie Back-Offices im Baugewerbe arbeiten, denn viele Mitarbeiter halten das Geschäft über die Arbeit von zu Hause aus am Laufen.
Foto: Bentley Systems

Covid-19 hat die Art und Weise verändert, wie Back-Offices im Baugewerbe arbeiten, denn viele Mitarbeiter halten das Geschäft über die Arbeit von zu Hause aus am Laufen.
Foto: Bentley Systems

Derzeit wird daran gearbeitet, 4D-Modelle mit verschiedenen Formen der Kontexterfassung zu kombinieren. Von Punktwolken bis hin zu Fotos, sehen wir uns an, was passiert, wenn wir diese Formate in einem Webbrowser miteinander kombinieren. Diese Technologie ermöglicht die Fernbeobachtung und digitale Verfolgung erbrachter Arbeit. Außerdem ist es mit den Fortschritten bei maschinellem Sehen und künstlichen Intelligenz (KI) wie auch maschinellem Lernen zunehmend möglich, Objekte, Maschinen, Menschen und Umgebungsbedingungen automatisch zu erkennen. Es bleibt also spannend.

 

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