Rückschau auf die Intergeo 2018

Die Faszination der Digitalisierung

Die Intergeo 2018 fand in Frankfurt am Main statt.


Foto: Hinte Messe- und Ausstellungs-GmbH / Intergeo

Die Intergeo 2018 fand in Frankfurt am Main statt.

Foto: Hinte Messe- und Ausstellungs-GmbH / Intergeo
Am 18. Oktober 2018 schloss die Intergeo 2018 (www.intergeo.de) in Frankfurt am Main ihre Pforten. Fachmesse und Kongress zeigen sich aufs Neue als international wichtigste Kommunikations- und Netzwerkplattform der Geo-IT-Branche. „Die Branche lebt die Digitalisierung in all ihren faszinierenden Facetten“, so das Fazit von DVW-Präsident Hansjörg Kutterer.

Rauminformationen seien die Schlüsselinformationen und Stellschrauben im digitalen Wandel, urteilt Prof. Dr. Hansjörg Kutterer, Präsident des DVW als Veranstalter der Integeo „und damit agiert unsere Branche als Keyplayer inmitten eines gewaltigen Veränderungsprozesses.“ Die Digitalisierung lasse Bekanntes hinter sich, auch in der Geobranche. „Wir sind mitten drin im digitalen Wandel. Und wir krempeln uns gehörig um.“ Das zeige sich beispielsweise in völlig veränderten Berufsbildern, aber auch in der händeringenden Suche nach Fachkräften durch Unternehmen und Verwaltungen.

 

Geobranche digital

Was heißt Digitalisierung der Geobranche im Einzelnen? Die Digitalisierung laufe in Stufen ab, so Dr. Jürgen Dold, Präsident Hexagon Geosystems auf der internationalen Pressekonferenz. Im ersten Schritt seien analog vorliegende Daten ins Digitale übersetzt worden, in einer zweiten Stufe hätten sich dann separierte Einzellösungen einzelner Probleme zu einer Vernetzung heterogener Datenbestände gewandelt. Und aus diesen werde mithilfe von Algorithmen in der dritten Stufe heute Services destilliert, die Mehrwerte für immer individualisiertere Fragestellungen lieferten. Ronald Bisio, Vice President Geospatial von Trimble, hob in seiner Keynote die Rolle der Vermessungsprofis im digitalen Planen, Bauen und Betreiben hervor: „Der gesamte BIM-Prozess – vom Design, Bauen bis zum Verwalten von Gebäuden und Infrastruktur, – läuft nicht ohne die Vermesser.“ Auf die Geodäten käme im BIM-Prozess zukünftig noch mehr Verantwortung zu, ergänzte Ronald Bisio.

 

Ein Treffpunkt der Branche

Die Intergeo zeigte sich auch in diesem Jahr drei Tage lang als vibrierende Begegnungsstätte rund um Geo-IT, GIS, Building Information Modeling (BIM) und "Smart City". 640Aussteller aus 40 Ländern und ein internationaler Kongress mit über 1.400 Teilnehmern unterstreicht die Bedeutung der Veranstaltung. Insgesamt rund 19.000 Fachbesucher aus über 100 Ländern in Messe und Kongress wurden gezählt.

Wichtige Bestandteile waren die beiden Themenplattformen "Interaerial Solutions" (IASEXPO) als Plattform für unbemannte Flugsysteme (UAV)  und "Smart City Solutions". Die Digitalisierung in der Geo-IT-Branche stehe erst ganz am Anfang, auch wenn die Umwälzungen schon heute überall sichtbar seien, so DVW-Präsident Kutterer. Die INTERGEO bleibe auch im Jahr 2019 in Stuttgart deren erlebbares Abbild. Zur 25-jährigen Jubiläumsveranstaltung bleibe die Intergeo ihrem Weg treu: „Wir setzen auf Kontinuität und Evolution. Das erwarten unsere Kunden. Daran wollen wir uns messen.“

Die Intergeo 2019 findet vom 17. bis 19. September 2019 in Stuttgart statt. Die Geobranche wird auch dort ihre Bedeutung in den Themenfeldern "Smart City", digitales Bauen, Drohnen und vielem mehr in den Vordergrund stellen – interaktiv, visuell, virtuell und real.

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