Kooperation mit Ländern und Kommunen: BSI weitet Sensorik in der Cybersicherheit aus

Angesichts der angespannten Cybersicherheitslage baut das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) die Reaktionsfähigkeit und damit auch die Resilienz Deutschlands gegen IT-Sicherheitsvorfälle weiter aus. Mit den öffentlichen IT-Dienstleistern von Ländern und Kommunen wird der Einsatz der Daten-Sensorik erweitert und Echtzeitanalysen ausgebaut. Diese dienen u. a. der Anomalie-Erkennung bei IT-Systemen und damit als Frühwarnsystem für Cybersicherheitsvorfälle. Die IT-Systeme von Ländern und Kommunen haben eine kritische Funktion für die Handlungsfähigkeit von Staat und Verwaltung in Deutschland.

Das Projekt gilt als eine der ersten Maßnahmen zum Aufbau des Cyberdomes für Deutschland. Die Kooperation haben das BSI und die govdigital eG geschlossen, um mit den öffentlichen IT-Dienstleistern aus zehn Bundesländern die Cybersicherheit in Deutschland zu erhöhen. Sie soll zu einer Vernetzung des BSI und so genannter Security Operations Center (SOC) führen, die auf kommunaler sowie auf Länderebene die IT-Infrastrukturen überwachen und schützen. Gemeinsam sollen so Bedrohungsinformationen ausgewertet werden. Als Genossenschaft der öffentlichen IT-Dienstleister organisiert govdigital die operative Zusammenarbeit der IT-Dienstleister von Ländern und Kommunen – unter anderem auf dem Feld der Cybersicherheit.

BSI-Präsidentin Claudia Plattner: „Für den Schutz und die Resilienz von Staat, Wirtschaft und Gesellschaft – also für unsere zivile Verteidigung im digitalen Raum – müssen wir es schaffen, Cybersicherheit zu industrialisieren. Dank dieser Kooperation über föderale Ebenen hinweg, können wir Länder und Kommunen einbeziehen und gemeinsam an der automatisierten Abwehr von Cyberangriffen arbeiten.“

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