digitalBAU 2026 wird zum Taktgeber der digitalen Bauwende

Die vierte Ausgabe der digitalBAU – Fachmesse für digitale Lösungen im Bauwesen – erreichte das erfolgreichste Ergebnis seit ihrem Start im Jahr 2020. Von 24. bis 26. März 2026 präsentierten auf dem Gelände der Koelnmesse 300 Aussteller Lösungen und Produkte rund um das Digitale Planen, Bauen und Betreiben. An den drei Messetagen informierten sich rund 11.000 Besucherinnen und Besucher über Neuheiten und Trends aus dem Bereich Bausoftware. Eines der Highlights war die Verleihung des Deutschen Baupreises, welche auf der Main Stage große Besuchermassen anzog.

Die digitalBAU 2026 bot einen umfassenden Überblick über digitale Lösungen entlang des gesamten Bauprozesses.
Bild: Messe München

Die digitalBAU 2026 bot einen umfassenden Überblick über digitale Lösungen entlang des gesamten Bauprozesses.
Bild: Messe München
Dr. Reinhard Pfeiffer, Geschäftsführer der Messe München, zieht eine sehr positive Messebilanz: „Mit neuen Bestwerten unterstreicht die digitalBAU ihre Rolle als wichtiger Impulsgeber für die Bauwirtschaft. Hier entstehen Lösungen, die nicht nur Bauprozesse effektiver gestalten, sondern darüber hinaus einen entscheidenden Beitrag zum Wachstum der Baubranche entlang der gesamten Wertschöpfungskette leisten.“ Sehr zufrieden blickt auch BAU-Fachbeiratsvorsitzender Dieter Schäfer auf die Veranstaltung zurück: „Die digitalBAU hat eindrucksvoll gezeigt, wie dynamisch die Digitalisierung der Bauwirtschaft voranschreitet. Als Plattform für Austausch, Innovationen und praxisnahe Lösungen bringt sie Planen, Bauen und Betreiben enger zusammen. Die große Resonanz und hohe Qualität der Messe unterstreichen: Die Branche gestaltet den digitalen Wandel aktiv.“

„Die entscheidende Frage ist nicht mehr, ob die Digitalisierung des Bauwesens kommt, sondern wie wir ihre Umsetzung strukturiert, verbindlich und skalierbar organisieren“, betont Prof. Dr.-Ing. Joaquín Díaz, Vorstandsvorsitzender des BVBS Bundesverbands Software und Digitalisierung im Bauwesen. Für Felix Pakleppa, Hauptgeschäftsführer Zentralverband des Deutschen Baugewerbes (ZDB), steht die digitalBAU für Aufbruch und Innovationskraft: „Digitalisierung, KI und Robotik sind keine Zukunftsvisionen mehr. Sie sind bereits Realität und prägen entscheidend die Wettbewerbsfähigkeit von morgen. Mit der digitalBAU verfügt die Baubranche über eine einzigartige Plattform, auf der Innovationen erlebbar werden und zum Nutzen unserer Baubetriebe ganz konkrete Lösungen für die Baustelle der Zukunft entstehen.“

300 Aussteller zeigen digitale Zukunft des Bauens

Rund 300 Aussteller präsentierten auf der digitalBAU 2026 ihre Produkte und Innovationen für das digitale Planen, Bauen und Betreiben.
Bild: Messe München

Rund 300 Aussteller präsentierten auf der digitalBAU 2026 ihre Produkte und Innovationen für das digitale Planen, Bauen und Betreiben.
Bild: Messe München
Im Mittelpunkt der digitalBAU 2026 standen die vier Leitthemen „Kreislaufwirtschaft im Bauwesen“, „Digitale Bauprozessoptimierung“, „Künstliche Intelligenz im Bauwesen“ sowie „Digitalisierung für den Bestand“. 300 Unternehmen – digitalBAU-Bestwert bei der Ausstellerbeteiligung und 8 % mehr als noch vor zwei Jahren – zeigten an drei Tagen Innovationen und zukunftsfähige Lösungen für die Baubranche. Auch bei der Internationalität der Aussteller verzeichnete die digitalBAU eine Steigerung. Der Anteil von Unternehmen außerhalb Deutschlands vergrößerte sich um 16 %. Insgesamt belegte die digitalBAU 2026 eine Gesamtfläche von rund 17.000 m², im Vergleich zur Vorveranstaltung ein Wachstum von über 6 %.

Die Teilnahme zentraler Key Player bekräftigt laut Projektleiterin Cornelia Lutz den hohen Stellenwert der Veranstaltung: „Die starke Präsenz der Marktführer macht deutlich, dass die digitalBAU heute eine Schlüsselrolle für die Branche einnimmt. Sie ist der Ort, an dem sich die relevanten Akteure vernetzen und die digitale Zukunft des Bauens gemeinsam gestalten.“ Für die Nemetschek Group, die mit neun ihrer Marken auf einem Gemeinschaftsstand ihre Softwarelösungen für den gesamten Gebäudelebenszyklus präsentierte, verlief die Messe sehr erfolgreich, wie CEO Yves Padrines zusammenfasst: „Die digitalBAU 2026 bot die ideale Gelegenheit, zu zeigen, wie wir als vertikaler KI-Anbieter für die Bauindustrie effizientere und nachhaltigere Arbeitsprozesse unterstützen. Indem wir offene Standards mit KI-gestützten Prozessen verbinden und die Menschen in den Mittelpunkt stellen, gestalten wir die Zukunft des digitalen Bauens.“

Fachbesucher informierten sich auf der Messe über aktuelle Trends und Entwicklungen im Bereich Bausoftware und Digitalisierung.
Bild: Messe München

Fachbesucher informierten sich auf der Messe über aktuelle Trends und Entwicklungen im Bereich Bausoftware und Digitalisierung.
Bild: Messe München
Ebenfalls positiv äußert sich Jörg Reckhardt, Geschäftsführer BRZ Deutschland: „Die digitalBAU ist und bleibt für uns ein wichtiger Termin im Messekalender. In den Gesprächen an unserem Stand ging es insbesondere darum, wie sich KI-Agenten für die Baupraxis nutzen lassen. Die gezielte digitale Transformation nimmt spürbar Fahrt auf.“ Ein Beispiel für die wachsende Internationalität ist u. a. der Messeauftritt von Bentley Systems. Das Unternehmen aus Irland feierte seine digitalBAU-Premiere. „Die digitalBAU 2026 war eine hervorragende Plattform für die Themen, die unsere Branche derzeit prägen – von digitalen Arbeitsabläufen bis hin zur Rolle der KI bei der Transformation. Die Gespräche in Köln haben bestätigt, dass der deutsche Markt bereit ist“, zeigt sich Richard Vestner, Vice President, Market Development, Bentley Systems, sehr zufrieden.

Innovation und Zukunftsgeist: Verleihung des Deutschen Baupreises 2026

Vor knapp 250 Gästen aus Bauwirtschaft, Architektur, Politik und Industrie wurden der Deutschen Baupreis 2026 verliehen.
Bild: COMPUTER SPEZIAL

Vor knapp 250 Gästen aus Bauwirtschaft, Architektur, Politik und Industrie wurden der Deutschen Baupreis 2026 verliehen.
Bild: COMPUTER SPEZIAL
Der Deutsche Baupreis wurde zum wiederholten Mal auf der digitalBAU in Köln verliehen. Auf der Main Stage vor knapp 250 Gästen aus Bauwirtschaft, Architektur, Politik und Industrie wurden Akteure der Bauwirtschaft in acht Preiskategorien ausgezeichnet. Wie in den Vorjahren auch wurden die drei Hauptkategorien „Bauunternehmen bis 150 Mitarbeitende“, „Bauunternehmen mit 151 bis 500 Mitarbeitende“, „Bauunternehmen mit mehr als 500 Mitarbeitenden“ sowie die Sonderkategorien „KI & Automatisierung“ und „Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz“ ausgelobt. Neu dazugekommen sind die Sonderkategorien „Kreislauffähiges Bauen“, „Bauen im Bestand“ und „Einfaches Bauen“. Ziel der Kategorieerweiterung war es, alle Akteure der Bauwirtschaft zu repräsentieren – neben Bauunternehmen auch Planungsbüros, Architekturbüros, Entwicklerinnen und Entwickler, etc.

Innerhalb eines wissenschaftlich fundierten Auswahlverfahrens durch das Lehr- und Forschungsgebiet Baubetrieb an der Bergischen Universität Wuppertal unter der Leitung von Prof. Dr.-Ing. Manfred Helmus wurden die Gewinner der drei Hauptkategorien ermittelt. Zu Beginn der Preisverleihung erklärte Prof. Helmus, welche Entscheidungskriterien und Bewertungsgrundlagen für die finale Entscheidung genutzt wurden. Für die Auswahl der Gewinner der fünf Sonderkategorien war eine unabhängige Jury aus Theorie und Praxis verantwortlich. Die Gewinner sind am Ende des Beitrags zu finden.

Insgesamt 26 Unternehmen wurden in acht Preiskategorien für Leistungen mit dem Deutschen Baupreis 2026 ausgezeichnet.
Bild: COMPUTER SPEZIAL

Insgesamt 26 Unternehmen wurden in acht Preiskategorien für Leistungen mit dem Deutschen Baupreis 2026 ausgezeichnet.
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Besucher vergeben Bestnoten

Das erfolgreiche Messeergebnis zeigt sich ebenfalls in der Befragung durch das Meinungsforschungsinstitut Gelszus. Dort bewerteten 94 % der Besucher die Messe mit ausgezeichnet bis gut. Laut 93 % der Befragten wird die Bedeutung der digitalBAU für die Branche in den kommenden Jahren nicht nur bestehen bleiben, sondern weiter zunehmen. Bei einem Durchschnittsalter von 40 Jahren sowie einem Anteil von ca. 80 % bei den 20- bis 49-jährigen Besucherinnen und Besuchern setzt sich die digitalBAU aus einem vergleichsweise jungen Publikum zusammen. Die Zahl von rund 11.000 Besuchern lag um 7 % über dem Wert aus dem Jahr 2024 und stellt somit eine neue Bestmarke dar.

Rahmenprogramm mit Foren und Start-up Pitches

Das große Rahmenprogramm, wie bspw. die Founders Fight Night, wurde mit großem Interesse vom Publikum verfolgt.
Bild: Messe München

Das große Rahmenprogramm, wie bspw. die Founders Fight Night, wurde mit großem Interesse vom Publikum verfolgt.
Bild: Messe München
Neben den Innovationen der 300 Aussteller hatten Besucherinnen und Besucher die Möglichkeit, ihr Fachwissen im begleitenden Forenprogramm zu erweitern. Auf vier Bühnen diskutierten Experten über digitale Neuheiten und Trends. Eine tragende Rolle in den rund 90 Vorträgen und Gesprächsrunden nahm das Thema Künstliche Intelligenz ein. Zu den Höhepunkten des Rahmenprogramms zählten u. a. die erwähnte Verleihung des Deutschen Baupreises 2026 sowie die Auszeichnung der Gewinner „Auf IT gebaut – Bauberufe mit Zukunft“. Ebenso kam es zu einer Neuauflage der Founders Fight Night. Am zweiten Messetag lieferten sich Start-up Unternehmen einen verbalen Schlagabtausch in Form von Kurz-Pitches. Als Bühne diente ein Boxring und das Publikum entschied per Handzeichen über den Gewinner. Insgesamt präsentierten sich rund 60 Start-ups auf der digitalBAU 2026.

Im Rahmen der BAU 2027 (11. bis 15. Januar 2027) in München belegt der Ausstellungsbereich „Digitale Lösungen powered by digitalBAU“ die Halle C5. Zu den Fokusthemen zählen dann BIM, Robotik und Künstliche Intelligenz. Die nächste digitalBAU findet von 21. bis 23. März 2028 in Köln statt.

Die Preisträger des Deutschen Baupreises 2026 im Überblick

Bauunternehmen bis 150 Mitarbeitende
1. Platz: Heitkamp & Hülscher GmbH & Co. KG (Stadtlohn, Nordrhein-Westfalen) 2. Platz: Augel GmbH (Weibern, Rheinland-Pfalz) 3. Platz: Zimmerei Holzbau Zisler GmbH (Waldmünchen, Bayern)

Bauunternehmen 151 bis 500 Mitarbeitende 1. Platz: Unternehmensgruppe Glöckle (Schweinfurt, Bayern) 2. Platz: Ernst Höbel GmbH (Immenhofen, Bayern) 3. Platz: Luxhaus Vertrieb GmbH & Co. KG (Georgensgmünd, Bayern)

Bauunternehmen mit mehr als 500 Mitarbeitenden
1. Platz: Wolff & Müller Holding GmbH & Co. KG (Stuttgart, Baden-Württemberg) 2. Platz: nesseler Gruppe (Aachen, Nordrhein-Westfalen) 3. Platz: FingerHaus GmbH (Frankenberg/Eder, Hessen)

Sonderkategorie: „Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz“ 1. Platz: hTRIUS GmbH (Horb am Neckar, Baden-Württemberg) 2. Platz: Luxhaus Vertrieb GmbH & Co. KG (Georgensgmünd, Bayern) 3. Plätze: ABS Safety GmbH (Kevelaer, Nordrhein-Westfalen), Mainka Bau GmbH & Co. KG (Lingen, Niedersachsen), Aithon Robotics (Dübendorf, Schweiz)

Sonderkategorie: „Kreislauffähiges Bauen“ 1. Platz: Volkswohnung GmbH, Falk Schneemann (Karlsruhe, Baden-Württemberg) 2. Platz: Nassauische Heimstätte Wohnstadt GmbH (Frankfurt am Main, Hessen) 3. Platz: Brüninghoff GmbH & Co. KG (Heiden, Nordrhein-Westfalen)

Sonderkategorie: „Bauen im Bestand“ 1. Platz: gmp Architekten von Gerkan, Marg und Partner (Hamburg) 2. Platz: Grassinger Emrich Architekten GmbH (München, Bayern) 3. Platz: Michael Welle Architektur GmbH (Offenburg, Baden-Württemberg)

Sonderkategorie: „KI & Automatisierung“ 1. Platz: Wienerberger GmbH (Hannover, Niedersachsen) 2. Platz: Rimatem GmbH (Dischingen, Baden-Württemberg) 3. Platz: Digital Building Industries AG (Böblingen, Baden-Württemberg)

Sonderkategorie: „Einfaches Bauen“ 1. Platz: Eike Becker Architekten (Berlin) 2. Platz: LRW Architektur und Stadtplanung PartG (Hamburg) 3. Platz: Stefan Forster GmbH (Frankfurt am Main, Hessen)

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Ausgabe 01/2026

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