BIM im Handwerk - Forschungsprojekt für mehr Akzeptanz und Verwendungstiefe

BIMPUT soll Planungs- und Bestandsdaten von Gebäuden sichern

Das Forschungsprojekt BIMPUT soll maßgeblich zu erhöhter Akzeptanz und Verwendungstiefe der BIM-Methode in den Bau- und Ausbaugewerken beitragen. Die vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderte Maßnahme ist im Oktober 2021 gestartet und bis 30. September 2024 angelegt. Zu erforschende digitale Feedbackmechanismen sollen ausführenden Gewerken erstmals eine einfache, aber vollständige Integration in den BIM-Lebenszyklus eines Gebäudes ermöglichen.

Die Universität Siegen leitet das aus insgesamt sechs Partnern bestehende Projektkonsortium. Als ausführende Gewerke sind die Bäcker Haustechnik GmbH & Co. KG sowie die Büdenbender Dachtechnik GmbH mit dabei. Die G-TEC Ingenieure GmbH und die Formitas AG fokussieren auf die BIM-Datenkonsolidierung und Bereitstellung der technologischen Basisinfrastruktur. Der Partner Wirbauen.digital entwickelt in enger Kooperation mit der Universität Siegen die digitalen Feedbackmechanismen.

Die Formitas AG ist Teil des aus sechs Partnern bestehenden Projektkonsortiums.
Foto: Formitas AG

Die Formitas AG ist Teil des aus sechs Partnern bestehenden Projektkonsortiums.
Foto: Formitas AG

Ausgehend von einer umfangreichen, qualitativ empirischen Anforderungserhebung werden gemeinschaftlich Konzepte und Designs der Feedbackkomponenten erarbeitet. Dazu werden zwei Feedbackmodule entwickelt. Das erste Modul ermöglicht den ausführenden Gewerken die Integration in die BIM-unterstützte Planungsphase. Das zweite Modul stellt die Erfassung so genannter As-built-Modelle in der Ausführungsphase sicher. Ergänzt werden beide Komponenten durch eine zu entwickelnde Konsolidierung der BIM-Daten.

Neben den ausführenden Gewerken des Handwerks, welche direkt am Bau beteiligt sind, werden zudem Handwerker im Bereich des Service und der Instandhaltung bis hin zum Abbruch eines Gebäudes mit einer hohen BIM-Datenqualität versorgt. Mit methodischen Grundlagen aus der Aktionsforschung und beteiligungsorientierten Technikentwicklung werden gemeinsam mit Nutzern und Nutzerinnen, aber auch Kammern und Sozialpartnern die Konzeption und Veränderung des sozio-technischen Gefüges von Organisationen und Arbeit in der Praxis analysiert, gestaltet und evaluiert.

BIMPUT:

Das Forschungs– und Entwicklungsprojekt wird durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) im Programm „Innovationen für die Produktion, Dienstleistung und Arbeit von morgen“ in der Fördermaßnahme „Handwerk 4.0: digital und innovativ“ gefördert und vom Projektträger Karlsruhe (PTKA) betreut. Die Verantwortung für den Inhalt dieser Veröffentlichung liegt bei den Projektpartnern.