Durchgängiger TGA-Workflow von der Konzept- bis zur Trassenplanung
03.08.2026Gemeinsam mit dem Unternehmen Zenesis präsentiert Graphisoft eine neue Schnittstelle für die TGA-Lösung „MEP Designer“, durch die ein durchgängiger, KI-gestützter Workflow von der Konzeptplanung in frühen Leistungsphasen bis zur detaillierten Trassenplanung entsteht.
Mit „Zenesis“ können TGA-Fachkräfte Raumdaten anlegen, grundlegende Berechnungen durchführen sowie Leitungsverläufe erstellen. Die Planungsergebnisse lassen sich anschließend in „MEP Designer“ übernehmen, zu einem detaillierten Anlagenentwurf ausmodellieren und umfassend prüfen. Von Beginn an reduzieren KI-Unterstützung und automatisierte Prozesse den manuellen Arbeitsaufwand und beschleunigen so die gebäudetechnische Planung. Die umfassende Vorplanung und die grundlegenden Berechnungen mit Zenesis schaffen eine Basis, um die Stärken von „MEP Designer“ – wie etwa die intuitive Handhabung oder die umfassenden Kollaborationsmöglichkeiten – voll auszuspielen.
„Zenesis“ ist auf die Angebots- und Konzeptplanung in den ersten beiden Leistungsphasen zugeschnitten. Mit der Software lassen sich u.a. Raumkataloge anlegen, Berechnungen durchführen und Leitungsverläufe erstellen.
Bild: Zenesis
Zum Projektstart wählen TGA-Fachleute die Objektkategorie und die erforderlichen TGA-Module und geben die Adresse und Koordinaten es Projekts an, um über eine angebundene Klima- und Regenwasserdatenbank standortspezifische Kennwerte zu erhalten. Zudem ist es möglich, weitere Projektbeteiligte, z. B. Architektinnen und Architekten, in das Projekt einzuladen. Nach Durchführung der grundlegenden Berechnungen sind sowohl deren Ergebnisse als auch automatisch generierte Funktionsschemata, Flächenpläne, eine Kostenschätzung (Beta-Version) sowie ein Erläuterungsbericht verfügbar. Darüber hinaus platziert die Lösung selbsttätig Heizkörper und Fußbodenheizkreise, positioniert und dimensioniert Schächte und erstellt automatisch die horizontalen Leitungsführungen und schematischen Darstellungen für die einzelnen Gewerke.
Nach der Datenübergabe an „MEP Designer“ wird hier die detaillierte Trassenplanung durchgeführt. Dazu zählen etwa der automatische Anschluss von Verbrauchern, die Erkennung eventueller Kollisionen sowie die Systemerfassung und -navigation über den integrierten Systembrowser.
Bild: Graphisoft
Die erzeugten Trassen und Raumdaten lassen sich in „MEP Designer“ nahtlos in das Projekt übernehmen und dort als Ausgangspunkt für die detaillierte Modellierung der Systeme verwenden. Mithilfe des umfangreichen Funktionsspektrums der Lösung gestalten, prüfen und optimieren die Anwender die aus „Zenesis“ importierten Systeme. Rohrsegmente können neu verlegt, verschoben, versetzt oder gesplittet sowie Bögen, Formstücke, Armaturen und Anschlüsse automatisch eingefügt werden. Kollisionen zwischen Leitungen und Bauteilen werden identifiziert. Das Ergebnis ist ein fachgerecht ausgearbeiteter, stimmiger Anlagenentwurf, der über den integrierten Systembrowser abgebildet wird. Systemparameter wie Nennweiten, Durchfluss oder Geschwindigkeit sind hier jederzeit einsehbar. Ebenso ist auf einen Blick ersichtlich, ob sämtliche Verbraucher fachgerecht an die Verteilerleitungen angeschlossen wurden.
Durch die optimale Verzahnung von Planungsprozessen über die verschiedenen Leistungsphasen schaffen Zenesis und MEP Designer ein stabiles Fundament, auf dem die weiteren Arbeitsschritte im Projektablauf – wie etwa Dokumentation, disziplinübergreifendes Teamwork oder hochwertige Präsentation – sicher aufgebaut werden können. Das reibungslose Zusammenspiel der Lösungen haben die beiden Unternehmen kürzlich auch in einem kompakten Webinar vorgestellt, dessen Aufzeichnung hier abgerufen werden kann.
