Bauabläufe mit KI vereinfachen

Vor rund einem Jahr hat das Thema Künstliche Intelligenz – kurz KI – in vielen Branchen stark an Bedeutung zugenommen. Besonders auffällig wurde es bspw. mit dem Chatbot „ChatGPT“, um den regelrecht ein Hype entstanden war. Die Anwendung dient nicht nur als Textgenerator, sondern beantwortet auch allmögliche Fragen und führt Dialoge so alltagstauglich durch, als würden diese von Menschen kommen. Mittlerweile entwickelt sich KI rasant weiter und immer mehr Bereiche unseres Lebens können davon profitieren: sei es in der Medizin, der Industrie oder im Bauwesen. Fortschrittliche Technologien, insbesondere die KI einsetzen, werden unser Leben in Zukunft weiter unterstützen und vereinfachen, sei es in der Kommunikation, der Informationsbeschaffung oder der Abwicklung von kreativen Aufgaben. Sogar der Fachkräftemangel kann durch KI-Assistenten abgefedert werden. Im Ergebnis besteht zudem die Möglichkeit, mehr Wirtschaftswachstum zu generieren.

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in der Redaktion:
Markus Münzfeld
Tel.: 05241/2151-3232
markus.muenzfeld@bauverlag.de

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Das Potenzial, das hier gerade aufgezeigt wird, haben Führungskräfte aus der mittelständischen Wirtschaft bereits erkannt: Nach einer Befragung von mehr als 100 Top-Managern wären davon über die Hälfte einverstanden, bei wichtigen unternehmerischen Entscheidungen künftig die Meinung eines KI-Systems einzuholen. Dies geht aus einer aktuellen Umfrage der Steinbeis Augsburg Business School hervor. Bemerkenswert ist zudem die am häufigsten geäußerte Begründung der Manager für die Forderung nach mehr KI-Meinung an der Firmenspitze: „mehr Rationalität bei der Entscheidungsfindung im Unternehmen“. Daraus lässt sich schlussfolgern, dass viele Entscheidungsträger klare und vernünftige Entscheidungen durch ein KI-System erwarten, gegenüber eventuellen menschlichen Fehlentscheidungen, die u. a. auch noch Ego- oder Macht-getrieben sein können. Hier gilt es aber zu beachten, dass solche Systeme keineswegs so neutral und objektiv sind. Denn es kommt auf die Algorithmen und die Datengrundlagen an, die der KI zu Grunde liegen und letztlich auch auf Interessenslagen basiert sein können.

Während im europäischen Raum noch über die Nutzung der digitalen Intelligenz im Topmanagement nachgedacht wird, gilt es in China bereits als ein Schlüssel zur nationalen Entwicklung und internationalen Wettbewerbsfähigkeit. Chinesische Firmen folgen dabei einem von ihrer jeweiligen Unternehmensspitze vorgegebenem KI-Fahrplan und streben z. B. autonome Produktionsanlagen mit KI als Herzstück an, wie Branchenexperten hierzulande berichten. Mittlerweile beschäftigt sich auch die Bundesregierung mit dem Thema KI – und will klare Regeln für dessen Einsatz schaffen. Dafür sollen demokratische Werte und Transparenz bei KI-Anwendungen stets gewährleistet sein. Ebenso sollen Algorithmen auf Manipulationen kontrolliert werden können. Last but not least wird derzeit auf europäischer Ebene ein Gesetz zu diesem Thema erarbeitet.

Zurück zur Praxis und der Baubranche: KI-Anwendungen stehen auch hier schon zur Verfügung. Und wie nützlich dies vor allem für kleinere und mittlere Unternehmen sein kann, hat das vom Karlsruher Institut für Technologie (KIT) koordinierte Projekt „SDaC – Smart Design and Construction“ aufgezeigt. Gemeinsam mit Projektpartnern sind dabei u. a. neun KI-Demonstratoren entstanden, die Organisationen der Bauwirtschaft bei der Bauplanung und -realisierung unterstützen sollen. Die Demonstratoren sind für Interessierte einsehbar und lassen sich testen, um die Mehrwerte von KI für die Bauwirtschaft zu erleben (siehe Beitrag Seite 3). Nebenbei: Die Projektbeteiligten in „SDaC“ haben zusätzlich eine Übersicht von rund 230 Softwareunternehmen erstellt, die sich mit KI für die Bauwirtschaft befassen.

Viel Erfolg bei Ihren (vielleicht durch KI-unterstützten) Projekten wünscht

 

Markus Münzfeld

Chefredakteur COMPUTER SPEZIAL

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