Schneller und leichter zu digitalen (Projekt-)Entwicklungen

Anfang Dezember des vergangenen Jahres einigten sich die EU-Mitgliedsstaaten auf eine europäische KI-Verordnung. Damit entsteht nun das weltweit erste Gesetz, das Künstliche Intelligenz – kurz KI – umfassend reguliert. Bis zuletzt stritten das EU-Parlament, der -Rat und die -Kommission um wichtige Eckpfeiler: den Umgang mit sogenannten Basismodellen, biometrische Überwachungssysteme und die Klassifizierung von Hochrisiko-Anwendungen. Das Ergebnis der Trilog-Verhandlungen: Zukünftig müssen KI-Anwendungen je nach Risiko, das von ihnen ausgeht, unterschiedlich hohe Anforderungen erfüllen. Dazu sind vier Risikoklassen vorgesehen, nach denen die Software-Anbieter unterschiedliche Vorgaben einhalten müssen. Bis das Gesetz fertig gestellt ist, wird es aber noch dauern. Ein Grund dafür ist, dass für die Risikoeinstufung und die entsprechenden Sicherheitsprüfungen von KI-Anwendungen erst Prüf- und Testverfahren entwickelt werden müssen.1)

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in der Redaktion:
Markus Münzfeld
Tel.: 05241/2151-3232
markus.muenzfeld@bauverlag.de

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Unter dem Strich tragen gesetzliche Regelungen für den sicheren Einsatz von KI dem Wunsch von 83 % der Bundesbürger:innen Rechnung. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Forsa-Umfrage im Auftrag des TÜV-Verbands. Laut der Befragung erwartet eine breite Mehrheit, dass sich die Technologie positiv sowohl auf ihr Leben als auch auf den Beruf auswirken und dort in den nächsten fünf Jahren eine große oder sehr große Rolle spielen wird. Fast jede:r dritte Erwerbstätige befürchtet aber auch, beruflich abgehängt zu werden, wenn sie die Technologie nicht beherrschen. Und fast zwei Drittel der Befragten hält eine Weiterbildung zu KI für ihre berufliche Tätigkeit für sinnvoll. Und negativ betrachtet denken 29 %, dass KI ihre Arbeit ganz oder teilweise ersetzen könnte.

Trotz einer insgesamt aufgeschlossenen Haltung zu KI bestehen aber auch Sicherheitsgefahren, denn es ist zu befürchten, dass auf der kriminellen Seite solche Systeme zunehmend eingesetzt werden. Informationssicherheit spielt somit eine wichtige Rolle in Unternehmen. Mit Blick auf das laufende Jahr ergeben sich damit insbesondere fünf Trends im Bereich der Daten und System-Sicherheit: die Anwendung von Multifaktor-Authentifizierungen, der Einsatz von Zero-Trust-Methoden für Netzwerke, Implementierung von KI und Maschinellem Lernen zur Erkennung auffälliger Aktivitäten, Investitionen in Cyber-Sicherheits-Talente sowie die verstärkte Einhaltung von Datenschutzvorschriften.

Zurück zum guten Einsatz von KI: in der vorliegenden Ausgabe zeigen wir Ihnen einige spannende Themen dazu auf und wie Sie damit ihre Projekt­entwicklungen schneller bzw. leichter gestalten können. Darüber hinaus gibt es ab Seite 14 einen Produktvergleich zu robusten Smartphones und Tablets, die speziell für den Baustelleneinsatz geeignet sind und so die Brücke in der Digitalisierung zwischen dem Bauablauf und dem Projektmanagement herstellen. Last but not least informieren wir Sie ausführlich rund um das Thema BIM. Hier stehen gleich mehrere Beiträge zur Verfügung, angefangen von den unterschiedlichen Möglichkeiten zur Anwendung über einen leicht(er)en BIM-Einstieg bis hin zur intelligenten Übertragung von Kon­struktionsdaten. Viel Input mit diesen und den weiteren Themen der Ausgabe wünscht

 

Markus Münzfeld

Chefredakteur COMPUTER SPEZIAL

 

 

1) Mehr dazu erfahren Sie auf Seite 4
unter „AI Act“ – Sicherheit bei
Künstlicher Intelligenz

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